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Stand am 16. Februar 2019:
3120 Personen (davon 1158x Mirke), 1051 Familien, 976 Orte, 1897 Dokumente

Diese Website befindet sich noch im Aufbau - hunderte Daten müssen noch erfasst werden. Bitte haben Sie noch etwas Geduld. Aber ein paar Informationen kann ich Ihnen schon jetzt geben. Und für Anfragen und Anregungen steht oben ein Kontakt-Link zur Verfügung. Vielen Dank!

Über den Ursprung der Mirke

Der bislang älteste Hinweis zum Nachnamen Mirke kommt aus dem 12. Jahrundert. Ein "Ebberhardum ministerialem sancti Petri de Mirke" schenkte im Zeitraum 1147-67 sein Gut "Mirke" dem Kloster Sankt Peter in Salzburg. Leider kann nur vermutet werden, wo sich das Gut seinerzeit befand. Weiter geht es am Ende des 15. Jahrhunderts. Eine Wiese aus dem "Myddelsten Myrcken Erbe" ging 1493 in den Besitz der Elberfelder Pfarrkirche über. Das Gebiet in Wuppertal-Elberfeld heißt noch heute "In der Mirke".

Am 24. April 1361 bestätigte ein Herzog Ludwig, dass ein "Peczscho Myrconis" seine Zinsrechte am Gut "czur Myrkin" verkauft hat. Dieses "Myrkin" soll mit dem späteren Mirkau östlich von Breslau identisch sein. Und bereits 1295 war ein "Albert von Miercowicz" der Besitzer der Scholtisei oder des Vorwerks von Mirkau. NEU: Im Buch "Allgemeines Hydrographisches Lexicon Aller Ströme und Flüsse In Ober- und Nieder-Deutschland" aus dem Jahr 1743 wurde der Ort Mirkau am kleinen Fluss "Oels" mit dem Namen "Mirke" erwähnt!

Die bislang ersten Mirke in Schlesien lebten vor 1700 in Züllichau (ca. 150 km nordwestlich von Breslau). Zu dieser Zeit wird an anderer Stelle auch ein "Mirke Jochen von Berlien" erwähnt. Und der erste Nachweis eines Mirke in Breslau stammt aus dem Jahre 1752. Damals ließ ein Gärtner namens Mirke seine Tochter in der evangelischen Kirche Sankt Elisabeth taufen. Mehr Informationen gibt es in einer separaten PDF-Datei (siehe rechts).

Die Mirke vor dem Zweiten Weltkrieg

Vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges lebten die meisten Mirke in Breslau und Umgebung (seit 1945 Wroclaw in Polen). Das Adressbuch von Breslau aus dem Jahr 1942 enthält 40 Einträge mit diesem Familiennamen. Und der erste Eintrag tauchte bereits im Adressbuch von 1852 auf. Danach stieg die Anzahl der Einträge bis zum Krieg stetig an: 4 (1870), 10 (1887), 20 (1900), 27 (1917), 33 (1930), 40 (1942).

Das "Siedlungsgebiet" als Ganzes reichte von Militsch im Norden (ca. 50 km entfernt) über Trebnitz, Breslau, Kanth, Zobten am Berge bis Schweidnitz im Südwesten (ca. 45 km). Meine eigenen Vorfahren lebten seit mindestens 1804 bis Anfang 1945 in Weidenhof, einem kleinen Ort (max. 800 Einwohner) wenige Kilometer nördlich von Breslau, der bis 1894 Schweinern hieß und seit 1945 Świniary.

Auch in Berlin und Umgebung lebten einige Mirke. Der Nachname taucht erstmals im Berliner Adressbuch von 1885 auf, aber keine Ausgabe enthielt jemals mehr als 6 Einträge (1941-43). Gegen 1877 zog ein Mirke aus dem Raum Breslau in den Kreis Niederbarnim nördlich von Berlin (ca. 25 km) - einige seiner Nachfahren leben noch heute dort. Und Dokumente aus dem 19. Jahrhundert erwähnen mehrere Mirke im Raum Neuruppin (ca. 60 km nordöstlich von Berlin). Hinzu kommen "Einzelfälle" von der Ostsee bis zum Rheinland.

Zahlreiche Mirke wanderten zwischen 1850 und 1930 in die USA aus - darunter waren auch ein Schwesternpaar und eine Familie aus dem Raum Breslau. Die Nachfahren dieser Familie leben noch heute in Massachusetts.

Die Flucht aus Schlesien vor den russischen Truppen verstreute die Familien über das Gebiet der vier Besatzungszonen und die beiden deutschen Staaten. Viele Kontakte gingen verloren und konnten bis heute nicht wieder hergestellt werden. Vielleicht kann ich dies durch meine Nachforschungen ändern.

Dokumente aus Breslau und Umgebung

Für Breslau selbst sieht die Situation noch einigermaßen gut aus. Bei den online einsehbaren Unterlagen der Standesämter I bis IV aus den Jahren 1889 bis 1913 habe ich einen durchschnittlichen Verlust von ca. 30-35 Prozent festgestellt. Weitere Jahrgänge und Standesamtsbezirke sollten in den nächsten Jahren veröffentlicht werden. Übrigens kam es gelegtentlich vor, dass ein Standesbeamte den Namen falsch schrieb und aus Mirke dann zum Beispiel Mierke, Mürke oder Merke wurde.

Standesämter gibt es aber erst seit dem Oktober 1874. Für alle früheren Ereignisse sind Kirchenbücher unersetzlich. Bis zum Zweiten Weltkrieg gab es fast 20 evangelische Kirchen. Derzeit können die erhalten gebliebenen Kirchenbücher von 8 dieser Kirchen online eingesehen werden. Außerdem existierten in Breslau über 30 katholische Kirchengemeinden. Um die Bestände im katholischen Diözesanarchiv habe ich mich noch nicht gekümmert.

Ziemlich dramatisch sieht die Situation aber bei den Städten und Gemeinden rund um Breslau aus. Die Geburten, Hochzeiten und Sterbefälle meiner Vorfahren wurden beispielsweise in den evangelischen Kirchenbüchern zu Hünern (Kr. Trebnitz, ca. 10 km nördlich von Breslau) aufgezeichnet. Die dortige Kirche brannte 1945 nieder und die Aufzeichnungen aus den Jahren 1720 bis 1945 wurden vernichtet. Ähnliches gilt für die meisten Gemeinden rund um Breslau.

Daher würde ich mich über Hinweise auf verborgene "Schätze" im Internet sehr freuen. Ganz besonders wertvoll wären auch Kopien und Scans privater Dokumente, zum Beispiel von Heiratsurkunden und Familienstammbüchern. Diese enthalten oftmals Informationen, mit denen gezielte Anfragen bei staatlichen und kirchlichen Archiven möglich werden. Detailierte Informationen zu den Breslauer Standesämtern finden Sie in einer Excel- bzw. Calc-Datei (siehe rechts).

Familienforschung per DNA-Analyse

Wie ich soeben schilderte, stößt die traditionelle Familienforschung oftmals auf nahezu unüberwindliche Hindernisse, da die hierfür notwendigen Dokumente während der Endphase des Zweiten Weltkrieges weitgehend vernichtet wurden. Eine Übersicht über die noch vorhandenen schlesischen Kirchenbücher und Standesamtsunterlagen findet man im Internet (siehe rechts).

Einen Hoffnungsschimmer bietet in dieser Situation die DNA-Analyse. Im Jahr 2014 habe ich einen Gentest für das männliche Y-Chromosom durchführen lassen. Dieses wird grundsätzlich nur vom Vater an seine Söhne vererbt und verändert sich über lange Zeiträume nicht (oder nur minimal). Sofern die heute lebenden Mirke-Familien von einem gemeinsamen Vorfahren abstammen (was ich vermute und gerne beweisen würde), sollten alle männlichen Vertreter mit dem Nachnamen Mirke (nahezu) identische Y-Chromosomen aufweisen.

Ich möchte daher alle Mirke-Männer ganz herzlich einladen, am einem derartigen DNA-Test teilzunehmen. Die Preise beginnen bei etwa 150 Euro und die Teilnahme kann auch anonym erfolgen. Ausführliche Informationen zum Thema DNA-Analyse und die Durchführung der entsprechenden Tests enthält eine separate PDF-Datei (siehe rechts).

NEU: Durch den Gentest entstand der Kontakt zu einer Familie, mit der ich einen Urururgroßvater (Wilhelm Bleul) teile!

Datenschutz und persönliche Daten

Der Bereich "DATEN (OHNE LOGIN)" enthält aktuell und auch zukünftig nur Informationen, die ohnehin frei im Internet einsehbar sind. Einige Quellen findet man vielleicht erst nach einer langwierigen und/oder kreativen Suche an den "richtigen" Stellen, und viele Daten schlummern noch in polnischen und deutschen Archiven. Das Staatsarchiv in Wroclaw und andere Stellen haben bis jetzt ca. 700 000 Einträge aus den Breslauer Standesämtern veröffentlicht. Bei all diesen Einträgen sind die Datenschutzfristen verstrichen. Da es keine Inhaltsverzeichnisse oder Namenslisten gibt, dauerte die Suche nach relevanten Einträgen rund 18 Monate ...

Für Auskünfte, Kopien und Scans gelten generelle zeitliche Grenzen: 110 Jahre bei Geburten, 80 Jahre bei Heiraten und 30 Jahren bei Sterbfällen. Jüngere Unterlagen verbleiben in den Standesämtern und meistens erhalten nur die direkten Nachfahren Auskünfte. Ältere Unterlagen werden in Staats- oder Landesarchive gebracht und sind normalerweise frei zugänglich.

Der Bereich "WEBSITES" enthält sowohl Links zu kostenlosen als auch zu kostenpflichtigen Seiten und Diensten im Internet.

Die Bereiche "SUCHE (MIT LOGIN)" und "DATEN (MIT LOGIN)" sind selbstverständlich nur mit Benutzerkennung und Passwort zugänglich. Bis jetzt gibt es (leider) nur reine Fakten und Scans von Dokumenten zu sehen - Bilder und hoffentlich interessante Geschichten fehlen noch gänzlich. Wann und wie sich dies ändern wird, hängt natürlich auch von Ihrer Bereitschaft zur Beteiligung ab. Jede Hilfe wäre sehr willkommen.

Oliver Mirke

Kontakt

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