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Stand am 28. November 2023:
4217 Personen (davon 1383x Mirke), 1430 Familien, 1354 Orte, 2989 Dokumente

Diese Website existiert bereits seit fast 11 Jahren, und dennoch ist der Aufbau noch immer nicht abgeschlossen. Tausende Dokumente warten darauf, gefunden und erfasst zu werden, um die gro√üen L√ľcken im Geflecht der Mirke-Familien zu schlie√üen. Aber einige Informationen kann ich Ihnen auch schon jetzt geben. Und f√ľr Anfragen und Anregungen steht oben ein Kontakt-Link zur Verf√ľgung.

√úber den Ursprung der Mirke

Bei fast allen deutschen Mirke-Familien kann ich eine Herkunft aus dem Großraum Breslau (Niederschlesien) nachweisen. Es lag folglich nahe, dort einen gemeinsamen Ursprungsort zu suchen. Und tatsächlich existiert in der polnischen Gemeinde Dlugoleka (ehemals Langwiese) im Landkreis Wroclaw (ehemals Breslau) noch heute der Ortsteil Mirków (ehemals Mirkau) - etwa 11 km nordöstlich vom Zentrum der Stadt Wroclaw.

Am 24. April 1361 best√§tigte ein Herzog Ludwig, dass ein "Peczscho Myrconis" seine Zinsrechte am Gut "czur Myrkin" verkauft hat. Dieses "Myrkin" soll mit dem sp√§teren Mirkau identisch sein. Und bereits 1295 war ein "Albert von Miercowicz" der Besitzer der Scholtisei oder des Vorwerks von Mirkau. Und im Buch "Allgemeines Hydrographisches Lexicon Aller Str√∂me und Fl√ľsse In Ober- und Nieder-Deutschland" aus dem Jahr 1743 wurde der Ort Mirkau am kleinen Fluss Oels mit dem Namen "Mirke" erw√§hnt! Au√üerdem bemerkenswert: Fast 200 Jahre sp√§ter trat die Operns√§ngerin Else Antonie Mirke unter dem K√ľnstlernamen Elly Mirkow auf.

Den fr√ľhesten, mir bekannten Nachweis von Personen mit dem Nachnamen Mirke in Schlesien gibt es aus der Stadt Z√ľllichau (ca. 150 km nordwestlich von Breslau). Zu dieser Zeit um das Jahr 1700 wird an anderer Stelle auch ein "Mirke Jochen von Berlien" erw√§hnt. Die bislang √§ltesten Aufzeichnungen im Gro√üraum Breslau mit Mirke-Bezug fand ich in einem Kirchenbuch aus Briesche (Kr. Trebnitz). Ab 1728 wurden darin zahlreiche Geburten und Sterbef√§lle mit dem Nachnamen Mirke bzw. Mircke vermerkt. Erw√§hnt wird unter anderen die Beerdigung einer Ewa Mircke im Jahr 1741 - und diese Frau soll angeblich 90 Jahre alt gewesen sein! Der erste Nachweis eines Mirke in Breslau stammt aus dem Jahre 1752. Damals lie√ü ein G√§rtner mit diesem Nachnamen seine Tochter in der evangelischen Kirche Sankt Elisabeth taufen.

Bis zum Jahr 1850 lebten die meisten Mirke-Familien vermutlich in Trebnitz (ca. 25km n√∂rdlich von Breslau) und Umgebung. Aber Vorsicht: Da nur wenige Kirchenb√ľcher erhalten geblieben sind, kann dieser Umstand ein falsches Bild vermitteln. Um das Jahr 1853 zog ein Bernhard Mirke aus dem Kreis Trebnitz nach Kammendorf im Kreis Neumarkt (ca. 25km s√ľdwestlich von Breslau) und begr√ľndete damit m√∂glicherweise die Mirke-Familien im S√ľden Breslaus. Au√üerdem suchten ab diesem Zeitpunkt immer mehr Personen namens Mirke ihr Gl√ľck in Breslau selbst und gr√ľndeten dort Familien.

Einen definitiven Beweis f√ľr den Ursprung des Familiennamens Mirke wird es mangels erhalten gebliebener Dokumente wohl nie geben, zumal weitere Orte existieren, die hierf√ľr in Frage kommen. Mehr Informationen dazu gibt es in einer separaten PDF-Datei (siehe rechts).

Die Mirke vor dem Zweiten Weltkrieg

Vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges lebten die meisten Mirke in Breslau und Umgebung (seit 1945 Wroclaw in Polen). Das Adressbuch von Breslau aus dem Jahr 1942 enthält 40 Einträge mit diesem Familiennamen. Und der erste Eintrag tauchte bereits im Adressbuch von 1852 auf. Danach stieg die Anzahl der Einträge bis zum Krieg stetig an: 4 (1870), 10 (1887), 20 (1900), 27 (1917), 33 (1930), 40 (1942).

Das "Siedlungsgebiet" als Ganzes reichte von Militsch im Norden (ca. 50 km entfernt) √ľber Trebnitz, Breslau, Kanth, Zobten am Berge bis Schweidnitz im S√ľdwesten (ca. 45 km). Meine eigenen Vorfahren lebten seit mindestens 1804 bis Anfang 1945 in Weidenhof, einem kleinen Ort (max. 800 Einwohner) wenige Kilometer n√∂rdlich von Breslau, der bis 1894 Schweinern hie√ü und seit 1945 Swiniary.

Auch in Berlin und Umgebung lebten einige Mirke. Der Nachname taucht erstmals im Berliner Adressbuch von 1885 auf, aber keine Ausgabe enthielt jemals mehr als 6 Einträge (1941-43). Etwa 1877 zog ein August Mirke aus dem Raum Breslau in den Kreis Niederbarnim nördlich von Berlin (ca. 25 km) - einige seiner Nachfahren leben noch heute dort. Und Dokumente aus dem 19. Jahrhundert erwähnen mehrere Mirke im Raum Neuruppin (ca. 60 km nordöstlich von Berlin). Hinzu kommen "Einzelfälle" von der Ostsee bis zum Rheinland.

Zahlreiche Mirke wanderten zwischen 1850 und 1930 in die USA aus - darunter waren auch ein Schwesternpaar und eine Familie aus dem Raum Breslau. Die Nachfahren dieser Familie leben noch heute in Massachusetts. Au√üerdem k√∂nnten sich einzelne Mirke in S√ľdamerika (Kolumbien, Argentinien, Brasilien) angesiedelt haben.

Die Flucht aus Schlesien vor den russischen Truppen verstreute die Familien √ľber das Gebiet der vier Besatzungszonen und die beiden deutschen Staaten. Viele Kontakte gingen verloren und konnten bis heute nicht wieder hergestellt werden. Vielleicht kann ich dies durch meine Nachforschungen √§ndern.

Dokumente aus Breslau und Umgebung

F√ľr Breslau selbst sieht die Situation noch einigerma√üen gut aus. Bei den online einsehbaren Unterlagen der Standes√§mter I bis IV aus den Jahren 1889 bis 1913 habe ich einen durchschnittlichen Verlust von ca. 30-35 Prozent festgestellt. Weitere Jahrg√§nge und Standesamtsbezirke sollten in den n√§chsten Jahren ver√∂ffentlicht werden. √úbrigens kam es gelegtentlich vor, dass ein Standesbeamte den Namen falsch schrieb und aus Mirke dann zum Beispiel Mierke, M√ľrke oder Merke wurde.

Standes√§mter gibt es aber erst seit dem Oktober 1874. F√ľr alle fr√ľheren Ereignisse sind Kirchenb√ľcher unersetzlich. Bis zum Zweiten Weltkrieg gab es in Breslau fast 20 evangelische Kirchen. Derzeit k√∂nnen die erhalten gebliebenen Kirchenb√ľcher von 8 dieser Kirchen online eingesehen werden. Au√üerdem existierten in Breslau √ľber 30 katholische Kirchengemeinden. Um die Best√§nde im katholischen Di√∂zesanarchiv habe ich mich noch nicht gek√ľmmert, da man diese nur vor Ort einsehen kann.

Ziemlich dramatisch sieht die Situation aber bei den St√§dten und Gemeinden rund um Breslau aus. Die Geburten, Hochzeiten und Sterbef√§lle meiner Vorfahren wurden beispielsweise in den evangelischen Kirchenb√ľchern der Ortschaft H√ľnern (Kr. Trebnitz, ca. 10 km n√∂rdlich von Breslau) aufgezeichnet. Die dortige Kirche brannte 1945 nieder und die Aufzeichnungen aus den Jahren 1720 bis 1945 wurden vernichtet. √Ąhnliches gilt f√ľr die meisten Gemeinden rund um Breslau.

Daher w√ľrde ich mich √ľber Hinweise auf verborgene "Sch√§tze" im Internet sehr freuen. Ganz besonders wertvoll w√§ren auch Kopien und Scans privater Dokumente, zum Beispiel von Heiratsurkunden und Familienstammb√ľchern. Diese enthalten oftmals Informationen, mit denen gezielte Anfragen bei staatlichen und kirchlichen Archiven m√∂glich werden. Detailierte Informationen zu den Breslauer Standes√§mtern finden Sie in einer Excel- bzw. Calc-Datei (siehe rechts).

Familienforschung per DNA-Analyse

Wie ich soeben schilderte, st√∂√üt die traditionelle Familienforschung oftmals auf nahezu un√ľberwindliche Hindernisse, da die hierf√ľr notwendigen Dokumente w√§hrend der Endphase des Zweiten Weltkrieges weitgehend vernichtet wurden. Eine √úbersicht √ľber die noch vorhandenen schlesischen Kirchenb√ľcher und Standesamtsunterlagen findet man im Internet (siehe rechts).

Einen Hoffnungsschimmer bietet in dieser Situation die DNA-Analyse. Bereits im Jahr 2014 habe ich einen Gentest f√ľr das m√§nnliche Y-Chromosom durchf√ľhren lassen. Dieses wird grunds√§tzlich nur vom Vater an seine S√∂hne vererbt und ver√§ndert sich √ľber lange Zeitr√§ume nicht (oder nur minimal). Sofern die heute lebenden Mirke-Familien von einem gemeinsamen Vorfahren abstammen, was ich vermute und gerne beweisen w√ľrde, sollten alle m√§nnlichen Vertreter mit dem Nachnamen Mirke (nahezu) identische Y-Chromosomen aufweisen. Au√üereheliche Kinder und Adoptionen unterbrechen allerdings die Vererbungslinie.

Ich m√∂chte daher alle Mirke-M√§nner - aber auch Mirke-Frauen - ganz herzlich einladen, am einem DNA-Test teilzunehmen. Tests zum Nachweis naher Verwandtschaften und zur allgemeinen Herkunft gibt es bereits ab etwa 50 Euro. Ich selbst habe Proben bei FamilyTreeDNA, MyHeritage und Ancestry analysieren lassen. Der spezielle Test f√ľr das Y-Chromosom kostet rund das Doppelte. Die Teilnahme kann auch anonym erfolgen und das Verfahren unterscheidet sich kaum von den bekannten COVID-Tests. Ausf√ľhrliche Informationen zum Thema DNA-Analyse und die Durchf√ľhrung der entsprechenden Tests enth√§lt eine separate PDF-Datei (siehe rechts).

Aktuell stehen f√ľnf Proben f√ľr Vergleiche zur Verf√ľgung. Und durch die Gentests fand ich bereits mehrere Cousins und Cousinen 2. bzw. 3. Grades, mit denen ich Vorfahren (Familienname Bleul) teile!

Datenschutz und persönliche Daten

Der Bereich "DATEN (OHNE LOGIN)" enth√§lt aktuell und auch zuk√ľnftig nur Informationen, die ohnehin frei im Internet einsehbar sind. Einige Quellen findet man vielleicht erst nach einer langwierigen und/oder kreativen Suche an den "richtigen" Stellen, und viele Daten schlummern noch in polnischen und deutschen Archiven. Das Staatsarchiv in Wroclaw und andere Stellen haben bis jetzt ca. 800 000 Eintr√§ge aus den Breslauer Standes√§mtern ver√∂ffentlicht. Bei all diesen Eintr√§gen sind die Datenschutzfristen verstrichen. Da es (fast) keine Inhaltsverzeichnisse oder Namenslisten gibt, dauerte die Suche nach relevanten Eintr√§gen rund 18 Monate¬†...

F√ľr Ausk√ľnfte, Kopien und Scans gelten generelle zeitliche Grenzen: 110 Jahre bei Geburten, 80 Jahre bei Heiraten und 30 Jahren bei Sterbf√§llen. J√ľngere Unterlagen verbleiben in den Standes√§mtern und meistens erhalten nur die direkten Nachfahren Ausk√ľnfte. √Ąltere Unterlagen werden in Staats- oder Landesarchive gebracht und sind normalerweise frei zug√§nglich.

Der Bereich "WEBSITES" enthält sowohl Links zu kostenlosen als auch zu kostenpflichtigen Seiten und Diensten im Internet.

Die Bereiche "SUCHE (MIT LOGIN)" und "DATEN (MIT LOGIN)" sind selbstverst√§ndlich nur mit Benutzerkennung und Passwort zug√§nglich. Bis jetzt gibt es (leider) nur reine Fakten und Scans von Dokumenten zu sehen - Bilder und hoffentlich interessante Geschichten fehlen noch g√§nzlich. Wann und wie sich dies √§ndern wird, h√§ngt nat√ľrlich auch von Ihrer Bereitschaft zur Beteiligung ab. Jede Hilfe w√§re sehr willkommen.

Oliver Mirke (im Oktober 2023)

 

Aktuell gesuchte Informationen

Kontakt zu Kerstin Heckmann und Hannah Ambrosy (DNA-Tests bei MyHeritage), Anke Heckmann und Michael M√ľller (Stammb√§ume bei MyHeritage)

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